Nachhaltige, faire und sichere Mikromobilität für alle – Warum sich Voi bei Women in Mobility engagiert

Nov 10, 2022

Mit dem Netzwerk „Women in Mobility“ sind wir im Juli 2022 eine Partnerschaft eingegangen, welche Frauen in der Mobilitäts- und Verkehrsbranche sowie in Behörden auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene eine stärkere Stimme gibt. Gemeinsam mit Women in Mobility arbeiten wir daran, die Diversität in unserer Branche zu steigern, unterschiedliche Perspektiven auf Mobilitätsplanung zu schärfen und in die Öffentlichkeit zu bringen und zugleich die Verkehrsplanung sicherer und inklusiver zu gestalten. Im Rahmen unserer Partnerschaft geben wir durch gemeinsame Aktivitäten, Aufklärungskampagnen und Network Building Impulse hin zu einer inklusiven, diversen, nachhaltigen Mobilität in Deutschland. Den Auftakt stellte unser gemeinsames Online Panel am 29. September dar, auf welchem das Thema „Verkehrssicherheit in der City“ diskutiert wurde. Gemeinsam mit Women in Mobility haben wir zudem ein Nachtfahrtsicherheitstraining in Berlin an der Jelbi Station an der S+U Jannowitzbrücke/Holzmarktstraße angeboten.

Stand jetzt sieht es wie folgt aus: Einmal im Jahr befragen wir bei Voi in einem Global User Survey unsere Nutzer:innen zu ihren jeweiligen Mobilitätsgewohnheiten. Dabei wird auch die soziale und ökonomische Situation der Befragten registriert. Was sich zeigt, ist ein deutlicher Anstieg in der Nachfrage für Mikromobilität über alle Einkommensgruppen hinweg. Dieser Anstieg ist zunächst eine gute Nachricht, denn Wege, die anstatt mit dem Auto per Fahrrad oder E-Scooter zurückgelegt werden, sorgen für weniger Feinstaubbelastung, weniger Stau und mehr Lebensqualität in deutschen Städten.

Dennoch zeigt sich: Seit Einführung der E-Scooter in Deutschland 2019 dominieren berufstätige Männer mit oberen Einkommen die Nutzerstatistiken. Laut unserem Voi Global User Survey 2021 waren lediglich 23 Prozent unserer Nutzer:innen in Deutschland Frauen. Damit liegt diese Zahl in Deutschland unterhalb des Durchschnitts aller von uns bedienten Märkte. Dieser liegt bei 28 Prozent.

Wenngleich auch die Zahl unserer weiblichen Nutzer:innen in absoluten Zahlen steigt, so ist sehen wir klares Steigerungspotenzial: Bei Voi sind wir der festen Überzeugung, dass sich Mikromobilität als fester Bestandteil innerstädtischer Mobilität erst dann wirklich durchsetzen kann, wenn unser Angebot möglichst großen Teilen der Gesellschaft zur Verfügung steht. Dafür muss die Mikromobilität inklusiver und gerechter gestaltet werden. Im Produktdesign ist unser Ziel, jegliche Biases, wie beispielsweise hinsichtlich Körpergrößen, zu bedenken und auszugleichen. Doch auf einzelne Faktoren haben wir als Anbieter nur geringen Einfluss.

So ist die Sicherheit im Straßenverkehr nicht nur entscheidender Faktor für Frauen, um Mikromobilität zu nutzen, sondern auch für alle Nichtnutzer:innen – insbesondere bei eingeschränkter körperlicher Mobilität – zentral. Vielen ist die Fahrt auf dem E-Scooter ohne sichere Radwege schlicht zu gefährlich, während Männer diesem Faktor scheinbar geringere Relevanz beimessen. Daraus lernen wir: Unterschiedliche Perspektiven müssen in der Verkehrsplanung eine stärkere Rolle spielen, ebenso wie in der Verkehrsführung und in der Verteilung des öffentlichen Raums. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, dass alle Verkehrsteilnehmenden gleichermaßen in der gesellschaftlichen, politischen und medialen Debatte Berücksichtigung finden.

Beide Veranstaltungen zeigen, dass sowohl Städte als auch Mobilitätsanbietende Verantwortung tragen, die Straßen in Deutschland sicherer und damit attraktiver für alle Teile der Gesellschaften zu gestalten. Erst dann kommt Mikromobilität wirklich in Schwung, erst dann schaffen wir eine Verkehrswende für alle.


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